Aktionsplan für digitale Bildung – Maßnahme 7
Digitale Kompetenz war noch nie so wichtig wie in der heutigen zunehmend digitalisierten Welt.
Um sich in der heutigen, sich ständig verändernden Digital- und Informationslandschaft zurechtzufinden, müssen die Menschen selbstbewusst, sachkundig und kritisch sein.
Der allgemeinen und beruflichen Bildung kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, den Bürgerinnen und Bürgern die Fähigkeit zum kritischen Denken zu vermitteln, die sie benötigen, um sich in der Online-Welt, insbesondere im Zusammenhang mit Algorithmen, „Informationsblasen“ und „Echokammern“, ein Urteil bilden zu können.
Herausforderungen im Zusammenhang mit digitaler Kompetenz und Desinformation
Die Verbreitung von Desinformation und schädlichen Inhalten nimmt zu, wodurch unsere Demokratien und das Wohlergehen des Einzelnen unter Druck geraten.
Studien zeigen, dass
- 36 % der jungen Menschen in der EU die Richtigkeit von Online-Inhalten überprüfen (Eurostat, 2024).
- nur 73 % der jungen Menschen der Ansicht sind, sie hätten die notwendigen digitalen Kompetenzen, um Desinformationen zu erkennen, durch Schulbildung erlangt (Eurobarometer, 2024).
- 43 % der 14-Jährigen nicht über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen (ICILS, 2023).
Die öffentliche Konsultation zum Aktionsplan für digitale Bildung der Kommission stellte drei wichtigste digitale Kompetenzen heraus:
- Ermittlung von Fakten aus gefälschten Informationen
- Umgang mit „Informationsüberlastungen“
- die sichere Navigation im Internet
Wichtigste Tätigkeiten
Im Jahr 2022 veröffentlichte die Kommission Leitlinien für Lehrkräfte und Bildungspersonal zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Bekämpfung von Desinformation im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung.
Diese sind für Primar- und Sekundarschullehrkräfte mit oder ohne Fachwissen auf dem Gebiet der digitalen Bildung konzipiert. Sie bieten praktische Orientierungshilfen, einschließlich praktischer Tipps und Tätigkeitspläne.
Ihnen liegt ein Abschlussbericht bei, in dem die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen zusammengefasst sind.
Die Leitlinien und der Abschlussbericht wurden mit Unterstützung von einer informellen Expertengruppe der Kommission ausgearbeitet. Die Mitglieder der Gruppe bündeln so ihr Fachwissen aus der allgemeinen und beruflichen Bildung, Hochschulbildung, Rundfunk, dem privaten Sektor und weitere.
Erwartete Ergebnisse
- Besseres öffentliches Bewusstsein und Wissen über Desinformation
- Breiteres Verständnis der digitalen Kompetenz durch die allgemeine und berufliche Bildung
- Verantwortungsvolle und sichere Nutzung digitaler Technologien
Zeitplan
- Oktober 2022 – Veröffentlichung der Leitlinien und des Abschlussberichts der Expertengruppe
- Ende 2025 – Veröffentlichung aktualisierter Leitlinien zur Berücksichtigung neuer Herausforderungen und sich entwickelnder bewährter Verfahren
Finanzierung
Für diese Maßnahme werden Mittel aus dem EU-Programm Erasmus+ bereitgestellt.