Skip to main content

European Education Area

Quality education and training for all

Ausbau digitaler Kompetenzen: Leitlinien für Informatik und EU-Unterstützung

In ganz Europa stehen die Bildungssysteme beim Aufbau von digitalen Kompetenzen und IT-Kenntnissen der Lernenden vor ähnlichen Herausforderungen. Deswegen hat die EU Leitlinien für den Informatikunterricht entwickelt, die den Schulen dabei helfen sollen, digitale Kompetenzen im Unterricht zu stärken. Diese Leitlinien sind Teil der Empfehlung des Rates für eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen, welche den allgemeinen politischen Rahmen vorgibt.

Leitlinien für den Informatikunterricht: Praktische Strategien für den Unterricht in Europa

Hochwertiger Informatikunterricht hilft den Schüler*innen, digitale Technologien in einer sich schnell verändernden Welt zu verstehen, sich kritisch damit auseinanderzusetzen und sie mitzugestalten.

Als Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft spielen Sie eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Fähigkeiten, die Lernende für Studium, Beruf und Alltag benötigen.

Diese Leitlinien unterstützen Sie dabei, allen Schüler*innen einen hochwertigen Informatikunterricht zu bieten, der im Einklang mit der Empfehlung des Rates für eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen steht.

Warum sind diese Leitlinien wichtig für Ihren Unterricht?

Schüler*innen beim Aufbau grundlegender digitaler Kompetenzen fördern

Der Informatikunterricht fördert zukunftsfähige Kompetenzen wie computergestütztes Denken, Problemlösungskompetenz, Kreativität, kritisches Denken, Teamfähigkeit und logisches Denken. Diese Kompetenzen fördern das fächerübergreifende Lernen und bereiten die Schüler auf eine schnelllebige Gesellschaft vor. Mithilfe dieser Leitfäden können Sie diese Kompetenzen auf klare und praktische Weise in Ihren Unterricht einbringen.

Chancengleichheit und Inklusion fördern

Geschlechtsspezifische Vorurteile, fehlende inklusive Unterrichtsmaterialien und ein ungerechter Zugang zu Hilfsmitteln schränken nach wie vor den Zugang zur Informatik ein, insbesondere für Mädchen. Die Leitlinien helfen Ihnen dabei, Unterrichtseinheiten zu gestalten, die alle Lernenden einbeziehen und unterschiedliche Lernbedürfnisse berücksichtigen.

Qualität und Kohärenz des Informatikunterrichts verbessern

Viele Lehrkräfte unterrichten Informatik ohne entsprechende Ausbildung oder klare Vorgaben. Die Leitlinien enthalten strukturierte Hilfestellungen, praktische Beispiele und bewährte Ressourcen, mit denen Sie sicherer werden und die Qualität Ihres Unterrichts verbessern können.

Was bieten Ihnen die Leitlinien?

Die Leitlinien konzentrieren sich auf Lerninhalte, die über grundlegende Programmierkenntnisse oder digitale Kompetenzen hinausgehen, und helfen den Schüler*innen zu verstehen, wie Technologie funktioniert und wie sie diese kreativ nutzen können.

Die Leitlinien enthalten:

  • Fünf strukturierte Kapitel mit praktischen Tipps, die Sie in Ihre Unterrichtspraxis integrieren können
  • Forschungsbasierte Erklärungen für einen effektiven Unterricht
  • Praktische Beispiele aus dem Unterricht und Fallstudien aus ganz Europa
  • Ein breites Spektrum frei zugänglicher Ressourcen, die Sie direkt für Ihren Unterricht nutzen können

Für wen sind die Leitlinien bestimmt?

Die Leitlinien bieten praktische Unterstützung für alle Lehrkräfte in Grundschulen und Sekundarschulen, einschließlich im Bereich der beruflichen Bildung, die Informatik unterrichten.

Ganz gleich, ob Sie sich auf den Informatikunterricht spezialisiert haben oder allgemeine Lehrkräfte sind, die digitale Themen in ihren Unterricht integrieren möchten – diese Leitlinien helfen Ihnen dabei, hochwertigen digitalen Unterricht zu gestalten.

Was ist der nächste Schritt?

  • Nutzen Sie die Leitlinien in Ihrem Unterricht
  • Geben Sie sie an Ihre Kolleg*innen an Ihrer Schule weiter
  • Beziehen Sie Schulleitung, Eltern und lokale Partner mit ein

Mit diesen Leitlinien tragen Sie zu einem besseren und inklusiveren Informatikunterricht in ganz Europa bei.

Empfehlung des Rates für eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen

Der technologische Fortschritt hat den Bedarf an digitalen Fähigkeiten und Kompetenzen auf allen Ebenen in Wirtschaft und Gesellschaft exponentiell erhöht. Allerdings können nur 55,6 % der EU-Bevölkerung grundlegende digitale Aufgaben ausführen, wie z. B. ihr Gerät mit einem WLAN-Netz verbinden oder Websites ansurfen.

Die ehrgeizigen Ziele, die im Digitalen Kompass 2030 und in der Entschließung des Rates zu einem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung festgelegt wurden, sind auf das Niveau digitaler Kompetenzen in unterschiedlichen Personengruppen ausgerichtet – z. B. auf Fachkräfte, Erwachsene oder junge Menschen.

Diese Initiativen erfordern, dass die Bildungs- und Berufsbildungssysteme stärker darauf ausgerichtet werden, möglichst vielen Schüler*innen ab einem früheren Alter digitale Fertigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln.

Bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen

Diese Empfehlung des Rates:

  • zielt darauf ab, Europäerinnen und Europäern zu ermöglichen, grundlegende bis fortgeschrittene digitale Kompetenzen durch allgemeine und berufliche Bildung zu erwerben;
  • zeigt auf, welche Schritte nötig sind, um die Entwicklung digitaler Kompetenzen von Beginn an und in allen Phasen der allgemeinen und beruflichen Bildung zu fördern. Dazu zählen auch EU-Instrumente für Investitionen in die berufliche Weiterbildung von Lehrkräften;
  • fördert den Austausch bewährter Verfahren für einen hochwertigen Informatikunterricht auf allen Bildungsebenen sowie den Dialog mit Zivilgesellschaft und Industrie über die Entwicklung dieser Verfahren mit Blick auf die Deckung des neuen und sich abzeichnenden Qualifikationsbedarfs.

Zeitleiste der wichtigsten Tätigkeiten

Erwartete Ergebnisse

  • Beitrag zu den Zielen für digitale Kompetenzen des digitalen Kompasses und des europäischen Bildungsraums durch Verbesserung des Niveaus digitaler Kompetenzen der europäischen Bevölkerung und Erzielung eines Gleichgewichts zwischen männlichen und weiblichen Studierenden und Lernenden, die eine Laufbahn im IKT-Bereich anstreben
  • Anstoß zur Entwicklung kohärenter nationaler und regionaler Strategien für digitale Bildung und Kompetenzen
  • Unterstützung der EU-Länder durch spezifische Leitlinien zum Thema IT, einschließlich der Grundsätze, Konzepte und Verfahren im Unterricht und beim Lernen

Finanzierung

Diese Maßnahme wird aus dem Programm Erasmus+, dem Europäischen Sozialfonds Plus, dem Fonds für einen gerechten Übergang, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem Programm „Digitales Europa“, Horizont Europa und dem Instrument für technische Unterstützung finanziert.

Last updated: