Aktionsplan für digitale Bildung – Maßnahme 1
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Strukturierter Dialog mit den EU-Ländern
Die Förderung einer zugänglichen, hochwertigen und inklusiven digitalen Bildung muss Aufgabe der gesamten Gesellschaft sein. Regierungen, Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen, der private und der öffentliche Sektor müssen sich für ein leistungsfähiges digitales Bildungsökosystem einsetzen.
Zu diesem Zweck fand zwischen 2021 und 2023 ein strukturierter Dialog zwischen der Kommission und den EU-Ländern zu diesen Themen statt, der Europa dabei helfen soll, die Ziele für 2030 im Rahmen des Politikprogramms für die digitale Dekade zu erreichen.
An dem Dialog nahmen verschiedene staatliche Stellen und verschiedene Interessenträger aus der Zivilgesellschaft teil. Der Dialog wurde von einem ressortübergreifenden Ansatz getragen, der die Zusammenarbeit aller staatlichen Stellen umfasste, darunter:
- Schul- und Berufsbildung
- Digitalisierung
- Beschäftigung und Soziales
- Finanzwesen und Investitionen
Ziele
- Mobilisierung von EU-Instrumenten (Fonds, spezielle Programme) zur Unterstützung der EU-Länder bei zusätzlichen Reformen
- Beitrag zu künftigen EU-Maßnahmen wie den geplanten Initiativen zu digitaler Bildung und digitalen Kompetenzen
Wichtigste Tätigkeiten
- Gespräche mit den EU-Ländern in der hochrangigen Gruppe nationaler Koordinatoren für digitale Bildung und Kompetenzen
- Bilaterale Dialoge mit den EU-Ländern
- Konsultation der Interessenträger
- Beiträge zum Politikprogramm für die digitale Dekade und zu nationalen Fahrplänen
Ergebnisse
- Verstärktes politisches Engagement der Regierungen der EU-Länder für die Ziele der EU im Bereich der digitalen Bildung und Kompetenzen
- Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren
- Sensibilisierung für die zentralen Faktoren, durch die die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung digitaler gestaltet und digitale Kompetenzen verbessert werden
Die Tätigkeiten im Rahmen des strukturierten Dialogs führten zur Annahme der folgenden Rechtsakte:
- Empfehlung des Rates für eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen in der allgemeinen und beruflichen Bildung
- Empfehlung des Rates zu den Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche allgemeine und berufliche digitale Bildung
Zeitplan
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Oktober 2021
Beginn des strukturierten Dialogs
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März 2023
Ende des strukturierten Dialogs
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April 2023
Annahme von Vorschlägen der Kommission für Empfehlungen des Rates
- zu den Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche allgemeine und berufliche digitale Bildung
- für eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen in der allgemeinen und beruflichen Bildung
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November 2023
Annahme der Empfehlungen des Rates
Empfehlung des Rates zu den Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche allgemeine und berufliche digitale Bildung
Die Empfehlung des Rates skizziert einen modernen Rahmen für Investitionen, Governance und Kapazitätsaufbau zur Gestaltung der digitalen Bildung und Berufsbildung.
Ausgehend von den Ergebnissen des strukturierten Dialogs werden in der Empfehlung alle EU-Länder aufgefordert, den Zugang zu hochwertiger digitaler Bildung und Berufsbildung zu gewährleisten.
Ziele
Diese Empfehlung zielt darauf ab, die notwendigen Strukturreformen in den Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung der EU-Länder basierend auf:
- einer kohärenten, speziell auf digitale Bildung und digitale Kompetenzen ausgerichteten Strategie
- der Verbesserung des Feedbacks durch bessere Überwachung und Bewertung der entsprechenden Maßnahmen und schnellere Einbeziehung der Ergebnisse in die Politikgestaltung
- einem ressortübergreifenden Ansatz für die digitale Bildung und Berufsbildung sowie verstärkter Zusammenarbeit zwischen den Interessenträgern, auch mit dem Privatsektor
- dem Aufbau und der Verbesserung von Partnerschaften mit Lehrkräften
- der Sicherstellung des Zugangs zu digitaler Bildung für alle Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte und anderes Personal
- der Unterstützung aller Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung beim Aufbau digitaler Kapazitäten
Finanzierung
Diese Maßnahme wird aus dem Programm Erasmus+, dem Europäischen Sozialfonds Plus, dem Fonds für einen gerechten Übergang, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem Programm „Digitales Europa“ und „Horizont Europa“ finanziert.